DAS LAND
Die extreme Trockenkeit Afrikas lässt Weinbau lediglich im
Norden und im Süden zu. Die nordafrikanischen Länder nutzen die gemäßigten Temperaturen an ihren Berghängen für den Anbau; in Südafrika bietet die Kapregion günstige klimatische Bedingungen für den Weinbau.
DER WEINBAU
Im Norden Afrikas waren es die Phönizier und Griechen, die den Weinbau kultivierten. Nach der Völkerwanderung und der Eroberung durch die Mohammedaner kam er jedoch völlig zum Erliegen. Die französischen Kolonialherren belebten den Weinbau dann wieder in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Heute werden im Mahgreb auf einer Fläche von 182.000 Hektar gut eine Millionen Hektoliter Wein jährlich produziert. Der pro-Kopf-Verbrauch ist eher gering: In Algerien werden 1,5 Liter Wein pro Jahr getrunken, in Marokko sind es 1,8 Liter und in Tunesien 2,2 Liter.In den nächsten Jahren ist noch einiges aus diesen Ländern zu erwarten.
Anders in Südafrika:
Hier genießt jeder Einwohner jährlich immerhin 9,3 Liter Wein. Auf einer Rebfläche von 105.000 Hektar werden jährlich 10 Millionen Hektoliter Wein produziert. Die Weinbautradition hat hier Mitte des 17. Jahrhunderts ihren Anfang genommen. Vor allem die südafrikanischen Süßweine erfreuten sich an den europäischen Höfen großer Beliebtheit.
DIE ZUKUNFT
In Südafrika hat die Zukunft endlich begonnen. Die dortige Weinwirtschaft ist heute auf dem Weg, eine der modernsten und fortschrittlichsten der Welt zu werden. Nachdem die südafrikanische Regierung lange Zeit Anbaugebiete und Traubensorten stark eingeschränkt hat, dürfen seit Mitte der achtziger Jahre europäische Qualitätsreben eingeführt werden. |