DAS LAND
Lange Zeit setzte der verstaatlichte Weinbau Osteuropas vor allem auf Quantität; der Löwenanteil des produzierten Weins wurde in die ehemalige Sowjetunion exportiert. Mittlerweile fließen sowohl Kapital, als auch Know how aus dem Westen in die ehemaligen Länder des Ostblocks. Allein nach Deutschland werden heute mehr als 100 Millionen Liter Wein vom Balkan eingeführt.
DER WEINBAU
Die Traube braucht beides: kühle Temperaturen und Niederschläge, aber auch ausreichend Sonne, damit sie reif und süß wird. In Osteuropa sind die Reben im Laufe des Jahres oft extremen Temperaturen ausgesetzt; aber große Schwankungen zwischen Tag- und Nachttemperaturen dankt die Traube mit Qualität – es heißt, die Rebe muss leiden, um ihr Bestes zu geben.
DIE ZUKUNFT
In der Vergangenheit haben die osteuropäischen Weine vor allem wegen ihrer Preisgünstigkeit Aufmerksamkeit erregt – weniger wegen ihrer Qualität. Klimatisch und geologisch jedoch verfügen die Länder Osteuropas über alle Voraussetzungen, um große Weine entstehen zu lassen. Inzwischen ist Bewegung in den osteuropäischen Weinbau gekommen; produziert werden sowohl moderne, als auch traditionelle Weine aus einheimischen Traubensorten. Neue Weinberge werden angelegt, in die Technik investiert – in Zukunft sind interessante Weine zu erwarten. |