1. VINHO VERDE
Vinho Verde, grüner Wein, bezeichnet ein gesetzlich abgegrenztes Gebiet im Nordwesten Portugals mit dem Recht auf die Ursprungsbezeichnung Vinho Verde. Der Name hat weniger mit der Farbe des Weins selbst zu tun – es gibt ihn rot und weiß. „Grün“ bezieht sich eher auf seine Frische, die seine Trauben beim Wachsen in einer Mischkultur mit Kiwi, Mais und Gemüse entfalten. Der weiße Vinho Verde ist neben Portwein der wichtigste Exportwein Portugals. Vinho Verde wird jung getrunken.
2. PORTO E DOURO
Östlich von Porto am Oberlauf des Flusses Douro liegt die Heimat des Portweins. Bereits im 18. Jahrhundert wurde das Douro-Gebiet für den Anbau von Portwein registriert. Dabei handelt es sich um einen Likörwein mit einem Alkoholgehalt von 19 bis 22 % vol. Rund 40 Prozent der Traubenernte wird für Portwein verwendet. Aber auch ausgezeichnete Tafelweine stammen aus dieser Region. Die Roséweine aus diesem Gebiet zeichnen sich aus durch eine lebhafte Frische. Sie sollten kalt serviert werden. Die Rotweine sind aromatisch und lebhaft, die Weißweine delikat, trocken und fruchtig. Exzellent – und vielleicht der beste Rotwein Portugals – ist der Barca Velha, ein großer Wein.
3. BAIRRADA
Zwischen Dao und Atlantik, Porto und Combra liegt die flache Hügellandschaft Bairrada. Zwei Traubensorten wachsen hier, die es sonst in ganz Portugal nicht gibt: die rote Baga und die weiße Bical. Beide bringen besondere Weine hervor: die roten sind samtig, mit Noten von Johannisbeeren und Brombeeren. Sie können sich mit französischen Spitzenweinen messen. Die weißen sind harmonisch, kräftig und duften nach Aprikosen. Die Bairrada-Rotweine weisen eine breite Sortenvielfalt auf. Die Garrafeira-Weine, Jahrgangsweine von bester Qualität, basieren meist ebenfalls auf Baga. Die Weißweine, strohgelb und aromatisch, bilden zumeist die Grundlage für die Schaumweinerzeugung.
4. DAO
Inmitten von Pinienwäldern liegen die Weingärten nordöstlich von Lissabon im Tal des Flusses Dao. Hier herrschen strenge Winter und heiße Sommer. Vor allem wegen seiner Rotweine ist dieses Gebiet bekannt: Rubinrot, im Alter rotbraun, mit zartem Bouquet und hartem Geschmack wegen seines Tanningehalts braucht dieser Wein Zeit, um samtig zu werden. Diese Weine sind sehr lagerfähig. Der Weißwein, strohgelb, frisch und fruchtig muss vor der Abfüllung mindestens sechs Monate ausgebaut werden. Der Weißwein kann auch jung genossen werden.
5. BEIRA INTERIOR
Die Weinreben aus der Provinz Beiras wachsen auf Granit- und Schieferböden. Das Gebiet lässt sich in zwei Zonen unterteilen: Im Norden werden in erster Linie Rotweine produziert, hellrot und aromatisch. Der weiße Moimenta da Beira, frisch und fruchtig, wird gern für die Herstellung von Sekt verwendet. In der zweiten Zone, Beira Baixa, werden granatrote Rotweine mit weichem Geschmack hergestellt.
6. RIBATEJO
Im Talgebiet des Tejo werden jährlich 800.000 Hektoliter Wein produziert. Hier wachsen viele einheimische Traubensorten, aber auch Cabernet Sauvignon und Merlot. In Ribatejo wird vor allem Weißwein hergestellt; sie haben eine blassgelbe Farbe und sind betont fruchtig im Geschmack. Die Rotweine sind rubinrot und werden erst im Alter samtig. Bemerkenswert ist der Serradayres, der rot und weiß angeboten wird.
7. OBIDOS
Etwa 13.000 Hektar umfasst die Rebfläche nördlich von Lissabon in der Estremadura. Vor allem die Weißweine aus Gaeiras sind bekannt, aber auch die Rotweine sind erwähnenswert – beide frisch und alterungsfähig.
8. ALENQUER
Das Weinbaugebiet mit einer Fläche von etwa 12.500 Hektar liegt ungefähr 50 Kilometer nördlich von Lissabon. Hier werden Weißweine erzeugt unter anderem aus den Rebsorten Arinto, Fernao Pires, Jampal sowie Rotweine aus Periquita, Camarate oder etwa Mortagua u.a.
9. ARRUDA
Das Weinbaugebiet Arruda liegt zwischen Bucelas und Alenquer, nördlich von Lissabon. Auf einer Fläche von circa 4700 Hektar werden Weißweine – Fernao Pires, Jampal, Vital – und Rotweine – Camarate, Periquita, Tinta Miuda – erzeugt.
10. BUCELAS
Säurebetont und spritzig sind die Weine dieses Anbaugebiets – ein Resultat der kalten Winter und der Temperaturschwankungen im Sommer. Vor allem Weißwein wird hier produziert, wegen seiner Säure auch „portugiesischer Rheinwein“ genannt.
11. PALMELA
Vor allem Rotweine stammen aus dem Anbaugebiet Palmela – körper- und tanninreich sind die dunklen Tropfen aus der Rebsorte Periquita. Die Weißweine aus dieser Region spielen eine unbedeutendere Rolle.
12. SÉTUBAL
Der Moscatel de Setúbal gilt international als einer der hervorragendsten Muskat-Dessertweine. Er ist süß, aber dennoch delikat und fruchtig. Daneben stammen aus Setúbal gute rote Tischweine, fruchtig und aromatisch.
13. ALENTEJO
Von der Hochebene zwischen Lissabon und Algarve stammen rubinrote, kräftige Rotweine und strohgelbe Weißweine. Sie weisen einen hohen Alkoholgehalt auf.
14. LAGOS
Das kleine Weinbaugebiet mit einer Fläche von gerade noch 500 Hektar liegt im äußersten Südwesten Europas. Angebaut werden die weiße Rebsorte Boal Branco und die roten Periquita und Negra Mole.
15. PORTIMAO
Rund um den kleinen Fischerhafen Portimao liegt das kleinste DOC-Weinbaugebiet in der Algarve. Auf einer Rebfläche von 300 Hektar wird die weiße Rebsorte Crato Branco angebaut sowie die roten Negra Mole und Periquita.
16. LAGOA
Lagoa in der Algarve ist das größte DOC-Weinbaugebiet Portugals (2000 Hektar). Hier werden Weißweine (Crato Branco) sowie Rot- und Roséweine erzeugt (Negra Mole, Monvedro, Periquita).
17. TAVIRA
Dieses kleine DOC-Weinbaugebiet liegt im Osten der Algarve und grenzt an Spanien. Aus dieser Gegend stammen vor allem Rotweine aus Periquita und Negra Mole sowie Weißweine aus Crato Branco.
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