Getränke Zeitung - 04 / 2008
„Wir müssen aufwachen”
ROUND-TABLE BIER. Nach dem Tabak hat die Politik dem Alkohol den Kampf angesagt. Geplant sind unter anderem höhere Steuern, Werbe- und Verkaufsverbote sowie die 0,0-Promillegrenze. Ist das alles noch zu stoppen? Die GZ diskutierte mit Top-Managern aus der Braubranche.
In letzter Zeit häufen sich die negativen Schlagzeilen über „Komasaufen“ und so genannte Flatrate-Partys. Immer öfter fordern Politiker sehr populistisch Sanktionen gegen Alkohol. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, fordert in einem aktuellen Interview von den Bierbrauern eine strikte Trennung von Sport und Alkoholwerbung, damit Negativbeispiele, wie das Sponsoring von Bolzplätzen, unterbleiben und so keine Jugendlichen zum Alkoholkonsum gelockt werden. Rolf Hüllinghorst, Geschäftsführer der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen, hielt vor kurzem in Berlin vor zahlreichen Vertretern aus der Brauwirtschaft einen Vortrag zum Thema „Alkoholpolitik“. Sein Hauptargument: Alkohol ist ein Zellgift. Er verlangt drastische Maßnahmen zur Reduzierung des Alkoholkonsums. Von Entwarnung in Sachen Alkoholpolitik, wie es vielleicht Ende letzten Jahres noch den Anschein hatte, kann also definitiv keine Rede mehr sein. Tatsache ist: In Brüssel gibt es viele Arbeitskreise, die sich nach wie vor sehr intensiv mit dem Thema beschäftigen. Für die Alkoholindustrie besteht konkret Anlass zur Sorge, dass die politischen Entscheidungsträger aufgrund des steigenden öffentlichen Drucks strengere Gesetze erlassen und Verbote beschließen. [ Mehr ] Quelle: www.getraenke-zeitung.de
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