Trier (dpa) - 27. März 2007
«Der beste Schoppen» von Mosel, Saar und Ruwer gesucht
«Der beste Schoppen» von Mosel, Saar und Ruwer
wird auch 2007 wieder gesucht. Rund 4000 Gaststätten und Hotels, die
Mosel-Saar-Ruwer-Tropfen im offenen Ausschank anbieten, können sich
um die Auszeichnung bewerben, teilte die Weinwerbung Mosel-Saar-Ruwer
Wein e.V. am Montag in Trier zum Startschuss des Wettbewerbs mit.
Teilnehmen können auch Betriebe außerhalb der Moselregion: «Wir haben
immer Betriebe von der Ostsee bis zu den Alpen dabei», sagte Sprecher
Ansgar Schmitz. Etwa ein Zehntel der Teilnehmer und ausgezeichneten
Gastronomen stamme nicht aus dem Anbaugebiet Mosel-Saar-Ruwer.
Das Konzept des Wettstreits, der 1999 im Kreis Bernkastel-Wittlich
entstand, ist inzwischen an Mittelrhein und Nahe übernommen worden.
«Auch Rheinhessen denkt über eine Einführung in diesem Jahr nach»,
sagte der Leiter der Abteilung Weinbau der Landwirtschaftskammer
Rheinland-Pfalz, Markus Heil. «Der beste Schoppen» sei «eine tolle
Sache für die Weiterentwicklung der Weinwirtschaft». Erstmals finde
ein intensiver Austausch zwischen Gastronomen und Winzern statt.
Mehr als 500 Betriebe gehören inzwischen im «weingastronomischen
Netzwerk» zu regelmäßigen Teilnehmern, sagte Schmitz. 2006 reichten
mehr als 240 Gastronomen rund 1100 Weine aus gut 300 Weinbaubetrieben
ein. 127 Betriebe erhielten den Titel «Haus der Besten Schoppen», der
nur vergeben wird, wenn ein Haus drei Jahre in Folge mit zwei Drittel
ausgezeichneten Weinen glänzt. Zu den Teilnehmern gehörten etwa auch
Betriebe aus Bielefeld, dem Westerwald, Lüneburg, Schwerin und
Bremen.
Bei dem «besten Schoppen» handele es sich um einen offiziell
anerkannten Wettbewerb, sagte Heil. Träger sind neben der
Landwirtschaftskammer die Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier,
der Hotel- und Gaststättenverband Rheinland, die Weinwerbung und das
Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Mosel.
«Der Wettbewerb ist die Keimzelle auch für die Entwicklung der
Dachmarke Mosel», sagte der Geschäftsführer Abteilung Weine&Tourismus
der IHK Trier, Albrecht Ehses. Das partnerschaftliche Miteinander
verschiedener Organisationen, das vor zehn Jahren noch nicht
selbstverständlich gewesen sei, habe den Weg für viele Neuerungen
geebnet, sagte er.
|