Bad Sulza (dpa) - 17. August 2007
Thüringer Winzer hoffen auf Spätsommer mit viel Sonnenschein =
Thüringens Winzer hoffen nach den
regenreichen Wochen dieses Sommers bis zum Start der Weinlese auf
viel Sonnenschein. «Wasser haben wir jetzt eigentlich genug», sagte
Kathrin Clauß vom Weingut Bad Sulza (Kreis Weimarer Land) am Freitag.
«Für die Aromabildung wären jetzt Sonne und Trockenheit ideal.» Mit
der Krönung der Thüringer Weinprinzessin an diesem Sonntag in Bad
Sulza stimmen sich die Winzer auf die Lese des Weinjahrgangs
2007/2008 ein. Die Weinbauern im Saale-Unstrut-Revier, das auch
Thüringen umfasst, rechnen in diesem Jahr wegen des warmen Frühjahrs
mit einem besonders frühen Beginn der Ernte.
Vermutlich könne bereits in den ersten Septembertagen gelesen
werden, sagte Andre Zahn vom Weingut Zahn in Kaatschen-Weichau (Kreis
Weimarer Land). Das wäre etwa zwei Wochen früher als im vergangenen
Jahr. Die Trauben sind nach Angaben des Winzers weit gediehen.
«Sollte es jetzt intensiv weiterregnen, droht Fäulnis.» In Thüringen
betreiben zwei Betriebe Weinanbau im Vollerwerb. Sie bauen auf etwa
43 Hektar überwiegend Weißweine an. Hinzu kommen knapp 80 Hobby- und
Freizeitwinzer. Das Thüringer Weinrevier konzentriert sich auf die
Region um Bad Sulza und Großheringen sowie den Raum Jena. Thüringen
will die Anbaufläche für Wein erweitern. Nach Angaben des
Landwirtschaftsministeriums ist ein Gebiet in Kromsdorf bei Weimar
als «rebtauglich» ausgewiesen worden. Dort wolle ein Winzerbetrieb
aus Sachsen Rebstöcke pflanzen.
Die neue Weinprinzessin repräsentiert das Thüringer Weinrevier ein
Jahr lang. Die Krönung ist Höhepunkt des traditionellen Bad Sulzaer
Weinfestes, das am Freitagabend beginnen sollte. Derzeitige Regentin
ist Anne Hammer aus Bad Sulza.
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