Nürnberg (dpa) - 26. Februar 2008
Minister: Verbraucher können auf Bio vertrauen
Die Verbraucher können staatlichen Untersuchungen
zufolge bei Öko-Lebensmitteln darauf vertrauen, dass auch Bio drin
ist, wo Bio drauf steht. Die Nahrungsmittel seien nahezu vollständig
frei von Pestiziden und Gentechnik, berichtete Bayerns
Verbraucherschutzminister Otmar Bernhard (CSU) am Samstag auf der
Bio-Messe BioFach in Nürnberg. Bei den Kontrollen des bayerischen
Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit musste nur ein
Prozent der Produkte beanstandet werden. Damit gebe es vor allem bei
Obst und Gemüse deutliche Unterschiede zu konventionell erzeugter
Ware.
Die Kontrolleure des Landesamtes hatten im vergangenen Jahr mehr
als 1000 Bio-Lebensmittel unter die Lupe genommen. Diese wurden auf
Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Obst und Gemüse ebenso
untersucht wie auf Nitrat in Salat und Gemüse sowie auf Kupfer in
Wein. Daneben suchten die Lebensmittelchemiker auch nach gentechnisch
veränderten Bestandteilen in Mais und Sojaprodukten.
Während bei Bio-Lebensmitteln nur ein Prozent der Produkte zu
Beanstandungen Anlass gab, betrug der Anteil bei Erzeugnissen aus der
konventionellen Landwirtschaft elf Prozent, sagte Behördenchef Volker
Hingst. Der mittlere Rückstandsgehalt lag bei konventioneller Ware
40-mal höher als bei Bio-Produkten.
Hingst zufolge schnitt Bio-Obst und -Gemüse aus Deutschland
insgesamt noch etwas besser ab als Öko-Ware aus dem Ausland. Minister
Bernhard wies darauf hin, dass auch lange Transportwege und
Gewächshaus-Produktion die Ökobilanz der Erzeugnisse
verschlechterten. Wegen der großen Nachfrage der deutschen
Verbraucher wird derzeit bereits ein Drittel der Bio-Lebensmittel aus
dem Ausland importiert.
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