Würzburg (dpa) - 27. Februar 2008
Wie werde ich Weinprüfer?
Ob Angestellter, Arzt oder Winzer: Im Prinzip
kann jeder interessierte Bürger Weinprüfer im Auftrag der Regierung
von Unterfranken werden. Wichtig ist allerdings, dass der künftige
Tester auch Vorwissen über die edlen Tropfen mitbringt. Den
Unterschied zwischen einem Silvaner, einem Rotling oder einem
Spätburgunder sollten die Prüfer schon kennen, sagt der Chef der
Würzburger Weinprüfstelle, Wolfgang Endres.
Die Freiwilligen verpflichten sich für drei Jahre, ehrenamtlich
rund 60 verschiedene Rebsorten wie Riesling oder Scheurebe zu
probieren und sie unter anderem nach Farbe, Geruch und Geschmack zu
beurteilen. Bevor es allerdings so weit ist, müssen die Frauen und
Männer ihren Sachverstand bei einem anspruchsvollen Test nachweisen.
Der garantiere, «dass sie die Weine nicht nur nach süß und sauer
unterscheiden können», sagt Endres.
Derzeit arbeiten zwölf Kommissionen mit jeweils sechs Mitgliedern
für die Prüfstelle. Drei Prüfer jeder Gruppe werden vom Fränkischen
Weinbauverband vorgeschlagen. Sie sind beispielsweise Kellermeister
oder Weingutsbesitzer. Hinzu kommen ein Vertreter des Weinhandels und
meist auch ein Weinkontrolleur oder ein Lebensmittelchemiker. Der
Sechste im Bunde ist ein ganz normaler Verbraucher mit einem Hang zum
fränkischen Wein. Da die Tätigkeit ehrenamtlich ist, bekommen die
Prüfer nur eine Aufwandsentschädigung für ihre Arbeit.
Interessierte können sich beim Verbraucherservice Bayern in
Würzburg oder beim Hausfrauenbund in Erlangen melden.
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