Freyburg (dpa) - 10. Juni 2008
Der Weinbau an Saale und Unstrut
Das knapp 670 Hektar große Weinanbaugebiet Saale-
Unstrut gehört zu den kleinsten deutschen Qualitätsweinbau-Gebieten.
Hier wird seit mehr als 1000 Jahren Wein angebaut. Wegen der
romantischen Lage entlang der beiden Flüsse wirbt die Weinbauregion,
die hauptsächlich den Süden Sachsen-Anhalts, einen Teil von Thüringen
und eine geringe Fläche in Brandenburg umfasst, mit dem Slogan
«Toskana des Nordens». Die Agrarminister der Länder hatten sich im
April darauf geeinigt, dass die Weinbauregion Saale-Unstrut um 31
Hektar vergrößert werden darf. Als Voraussetzung dafür hatte
Rheinland-Pfalz Anbaurechte freigegeben.
In der Winzervereinigung Freyburg (Burgenlandkreis) haben sich
rund 500 Winzer zusammengeschlossen, die insgesamt 365 Hektar
bewirtschaften. Zudem gibt es das Landesweingut mit Sitz bei Bad
Kösen mit 45 Hektar Rebfläche. 20 kleinere Weingüter betreiben laut
Weinbaupräsident Siegfried Boy den Weinbau im Nebenerwerb.
2007 wurden an Saale und Unstrut rund 4,7 Millionen Liter Wein
hergestellt, 2006 rund 4,4 Millionen Liter. Etwa 25 Prozent der Weine
sind Rotweine wie Dornfelder und Portugieser. Hauptsächlich werden
aber Weißweine wie Müller-Thurgau und Silvaner hergestellt.
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