Frankfurt/Main (dpa) - 23. Juni 2008
Süß und pikant: Im Wallis gibt es Cholera mit Milchkaffee
Vor der Cholera muss im Wallis niemand
Angst haben. Die Spezialität, die dort diesen Namen trägt, ist eine
Art Kuchen, zu dem Milchkaffee oder süßer Apfelsaft getrunken wird.
Seinen ungewöhnlichen Namen hat die süß-pikante Leckerei aus der
Zeit, als in dem Schweizer Kanton die Cholera ausgebrochen war und
Lebensmittel nicht getauscht werden durften. Der Salzkuchen wurde
dann aus dem zubereitet, was der bäuerliche Haushalt hergab: Mehl,
Zwiebeln, Kartoffeln und Speck. «Jede Familie hütet ihr eigenes
Rezept», sagt Patrizia Franz von Schweiz Tourismus in Frankfurt.
Der Teig wird heute aus Mehl, Salz, Butter sowie Essig und Wasser
hergestellt. Gefüllt wird die Cholera mit in dicke Scheiben
geschnittenen Kartoffeln, Lauch, Äpfeln, Bergkäse, Speckstreifen und
einem Eigelb. Der pikante Kuchen muss gut eine Dreiviertelstunde
backen und wird heiß serviert. Gut ergänzen lässt sich die Walliser
Spezialität durch Blattsalat. Wer mag, kann dazu auch einen
fruchtigen Weißwein wie den Fendant trinken oder einen leichten
Walliser Roten wie den Dôle. Im Wallis wünscht man: «En Güetä!»
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