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Infowein.de - Gewinnspiel im Dezember 2008 Kaiserstuhlshop : 50x Einkaufsgutscheine und 5x Vacu Vin Rapid Ice Kühlmanschette silber

 
5x Vacu Vin Rapid Ice Kühlmanschette silber
Die VacuVin Rapid Ice Kühlmanschette kühlt durch das Rapid Ice Kühlgel Getränke innerhalb von 5 Minuten oder hält sie auf...[ mehr ]

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Düsseldorf (dpa) - 04.12.2008
In fast jedem fünften Weißwein Schimmelpilzgift entdeckt...mehr ]

München (dpa) - 03.12.2008
Vini d'Italia Drei-Gläser-Degustation 9.2.2009 in München...mehr ]

Nairobi (dpa) - 02.12.2008
Safari durchs «Obama-Land»: Kenia-Tourismus ist wieder im Aufwind...mehr ]

Berlin (dpa) - 01.12.2008
Wein und Kräuter – Thymian, Salbei, Dill, Oregano brauchen den richtigen Begleiter...mehr ]

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Neustadt/Weinstraße (dpa) - 25.11.2008
Pfalz ist größtes Riesling-Anbaugebiet der Welt - Mosel überholt...mehr ]

Würzburg (dpa) - 25.11.2008
Würzburg bekommt eine Wein- und Sommelierschule...mehr ]

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TRIE
(franz.) Erster Lesedurchgang durch einen Weinberg. [ mehr ]

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Seligenstadt (dpa) - 04. August 2008

«Schweinefilet mit Bierlack" - Hessens erster Biersommelier Robert Glaab gibt Tipps

Bei dem Gedanken an ein frisches Pils zum Erdbeerkuchen mit Sahne läuft Robert Glaab das Wasser im Munde zusammen. «Das ist ein Traum. Schon als Student habe ich gerne Pils zum Kuchen getrunken und wurde damals immer schief angeschaut. Heute weiß ich, dass es passt», sagt der 43 Jahre alte Chef der Privatbrauerei Glaab im südhessischen Seligenstadt. Denn der bekennende Biertrinker ist nicht nur in einer Brauerei aufgewachsen. Seit einigen Monaten ist er geprüfter Biersommelier, seines Wissens der bislang einzige in Hessen.

   Die Ausbildung bei der Doemens Akademie in München hat dem Familienvater Mut gegeben, scheinbar eigenwillige Kombinationen aus Gerstensaft und Essen öffentlich anzupreisen. Denn ein ausgebildeter Biersommelier - Österreicher erhalten den Titel übrigens mit Diplom - soll Bierwissen «auf höchstem wissenschaftlichen Niveau» vermitteln.

«Mein Ziel ist, dass Biertrinker, die gerne essen, im Restaurant gut beraten werden», verrät Glaab. Das werde in Deutschland bisher kaum gemacht. Deshalb habe er an der Fortbildung teilgenommen: «Keiner macht sich Gedanken, welches Bier zu welchem Gericht passt und ob und wie man mit Bier kochen kann», klagt der Geschäftsführende Gesellschafter der «letzten Privatbrauerei im Rhein-Main-Gebiet».

Weintrinker haben es deutlich einfacher, im Restaurant eine gute Beratung zu bekommen. Glaab will das zunächst im kleinen Kreise ändern. Ein «Bierkulinarium» hat er bereits in Seligenstadt angeboten, weitere Abende mit Speisen wie «Forellenfilet auf Weizenbierschaum», «Schweinefilet-Medaillon mit Bierlack» oder «Mousse au Malt» mit den entsprechenden Getränken und den Erklärungen des Sommeliers sollen folgen. Auch in der Gastronomie will Glaab Veranstaltungen durchführen - und seine Außendienstmitarbeiter zur Schulung nach München schicken.

Seit 1998 lenkt Glaab die Geschäfte des 1744 gegründeten Seligenstädter Familienunternehmens - in neunter Generation. «Ich bin mit Bier aufgewachsen, aber ich bin nicht in Bier getauft», sagt er. Zwar habe er schon als Schüler im Betrieb mitgeholfen, damals aber nur Malzbier getrunken. Aus der Privatbrauerei stammt Vitamalz, mit einem Anteil von einem Drittel nach eigenen Angaben Marktführer unter den Malzgetränken in Deutschland. Nach dem Betriebswirtschaftsstudium in Mannheim ging Glaab nicht direkt in den Familienbetrieb: «Mein Vater hat immer gesagt, er besorgt mir einen Job, aber ich wollte selbst etwas erreichen», sagt Glaab heute. Damals ging er nach Bremen und arbeitete fünf Jahre bei Milka im Marketing und Vertrieb.

Da er in der Zwischenzeit Bierliebhaber geworden war, zog es Glaab schließlich doch in die Brauerei. «Außerdem wollte ich die Tradition fortsetzen.» Eines Tages sollen auch sein heute fünf Jahre alter Sohn oder seine zweijährige Tochter in die Fußstapfen ihrer Vorfahren treten. «Beide nippen schon heute mal ganz gerne am Bierschaum.» Die Privatbrauerei macht mit 60 000 Hektolitern derzeit etwa 6 Millionen Euro Umsatz, ein Viertel davon mit Vitamalz, 45 Prozent mit Fassbier.

Persönlich trinkt Glaab am liebsten Pils oder Kellertrübes, in der Weihnachtszeit hellen Bock. «In meinem Kühlschrank habe ich aber jede Sorte parat, um je nach dem Essen die Richtige auswählen zu können.» Wein trinkt der sportliche Bier-Fan nicht, der mehrere Jahre in der Nationalmannschaft der Bogenschützen aktiv war und dem man den Bierkonsum am Bauch nicht ansieht: «Ich vertrage die Säure nicht.» Inzwischen habe er auch seinen Schwiegervater, einen Franzosen, von den Vorzügen des Gerstensaftes überzeugt.

Allerdings weiß Glaab heute, dass nicht jedes Bier zu jedem Anlass passt. «Es gibt wunderbare süße belgische Biere, die man nur zum Nachtisch trinken kann. Zum Aperitif eignet sich ein trockenes Pils, weil der Hopfen die Magensäure anregt», verrät der Sommelier. Er empfiehlt Export zum Braten, Doppelbock zum Steak oder Hefeweizen zum Fisch. «Weizenbier hat sehr viel Kohlensäure und sensibilisiert damit die Geschmacksnerven.» Auch zum Kochen eigne sich am besten Weizenbier - oder Rohstoffe wie Malz, Hefe oder Treber. Denn bei anderen Sorten wirke der herbe Geschmack zu dominant.

 

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