Mainz (dpa/lrs) - 06. August 2008
Deutsche Winzer behaupten sich auf schwachem Weinmarkt gut
Auf einem insgesamt schwächelnden deutschen
Weinmarkt haben sich heimische Winzer mit ihrem Angebot im ersten
Halbjahr gut behauptet. Deutsche Weine legten gegen den Trend um 2,2
Prozent im Umsatz und 1,1 Prozent im Absatz zu, wie das Deutsche
Weininstitut (DWI) am Montag in Mainz mitteilte. Die Marketing-
Organisation der deutschen Weinwirtschaft beruft sich auf Daten des
Marktforschungsunternehmens GfK.
Demnach gaben deutsche Haushalte von Januar bis Juni 2,5 Prozent
weniger Geld für Wein aus - dies bedeutet ein Rückgang bei der Menge
um 4,5 Prozent. Der Durchschnittspreis für alle im Lebensmittelhandel
und Discount gekauften Weine lag im ersten Halbjahr mit 2,44 Euro pro
Liter Wein 11 Cent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums, wie das
DWI weiter mitteilte.
Trotz einer gewissen konjunkturbedingten Kaufzurückhaltung der
Verbraucher hätten deutsche Erzeuger ihre Marktanteile am Weinumsatz
auf 54,5 Prozent steigern können, sagte DWI-Geschäftsführerin Monika
Reule. Mitte 2007 hatte dieser Wert noch bei 52 Prozent gelegen.
Bezogen auf die gekaufte Weinmenge wuchs der Marktanteil Deutschlands
von 46,3 Prozent im ersten Halbjahr 2007 auf 49,1 Prozent 2008, wie
das DWI weiter mitteilte. Die drei großen Importländer Italien,
Frankreich und Spanien hätten dagegen zum Teil zweistellige Umsatz-
und Absatzrückgänge hinnehmen müssen.
Dabei hat der Lebensmittelhandel laut DWI seine Position als
häufigste Weineinkaufsstätte weiter ausgebaut. In den ersten beiden
Quartalen dieses Jahres wurden rund 73 Prozent aller Weine dort
gekauft - zwei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Diese
Entwicklung ging zulasten des Weinfachhandels, der Weingüter sowie
der übrigen Einkaufsstätten wie etwa Tankstellen.
(Internet: Deutsches Weininstitut: Link: www.deutscheweine.de)
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