München (dpa) - 08. August 2008
Bio-Wein: Immer mehr Supermärkte bieten Weine an - am besten aus der nahem Umgebung kaufen
Bio-Wein boomt weiter: Adressenlisten von Öko-Winzern liefern Anbauverbände wie Ecovin, Bioland, Naturland, Demeter oder Gäa. Neben Biomärkten bieten heute aber auch immer mehr Supermärkte Bio-Weine an, heißt es. Diese sind
meist mit dem sechseckigen europäischen Bio-Siegel gekennzeichnet.
Umweltbewusste Verbraucher sollten auch beim
Wein zu Produkten aus der nahen Umgebung greifen. Am
umweltfreundlichsten seien Bio-Weine von benachbarten Winzern, weil
ihre Weine bis zum Verbraucher keine langen Transportwege zurück
legen, erläutert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
(BUND) in Berlin. Zudem verzichten Öko-Winzer auf den Einsatz
genmanipulierter Pflanzen, auf chemischen Dünger und
Pflanzenschutzmittel. Auch bei der Verarbeitung würden keine
künstliche Zusätze verwendet.
So finden bei den rund 300 Öko-Winzern in Deutschland zum Beispiel
Enzympräparate keine Anwendung. Diese sollen den Trauben mehr Saft
entziehen. Auch der Kunststoff Polyamid, durch den braune
Farbpigmente aus dem Wein entfernt werden, ist von der Herstellung
ausgeschlossen, erläutert der BUND. Ferner begrünen Öko-Landwirte
ihre Weinberge nicht monokulturell. Statt dessen helfen sie, die
Artenvielfalt zu erhalten, indem sie mit Klee, Gräsern, Wicken,
Lupinen oder Malven einen wertvollen Lebensraum für Schmetterlinge
und andere Insekten bieten. Diese sind wiederum Nahrungsgrundlage
vieler heimischer Vogelarten.
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