Oppenheim (dpa) - 04. September 2008
Deutsche Weine verbuchen trotz schwachen US-Marktes Umsatzplus
Trotz eines schwächelnden US-Marktes hat
deutscher Wein von Juli 2007 bis Juni 2008 beim Exportumsatz
zugelegt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum betrug der Wertzuwachs
zwei Prozent, während der Absatz um ein Prozent zurückging, teilte
das Deutsche Weininstitut (DWI/Mainz) am Donnerstag in Oppenheim mit.
Die Nettoausfuhren deutscher Weine summierten sich auf rund zwei
Millionen Hektoliter im Wert von 394 Millionen Euro. Auf dem
wichtigsten Exportmarkt, den USA, nahmen die Erlöse in den zwölf
Monaten bis Juni 2008 um zwei Prozent auf 99 Millionen Euro ab, der
Absatz sank um vier Prozent. Einen Grund dafür sieht das DWI unter
anderem im starken Euro.
Auch in Großbritannien, weltweit zweitwichtigster Markt für
deutschen Wein, gingen die Zahlen sowohl beim Absatz (minus 13,6
Prozent) als auch beim Umsatz (minus 4,9 Prozent) zurück. Die
Verluste seien jedoch durch eine gute Entwicklung etwa in Russland
(Umsatzplus 22,2 Prozent), Belgien (plus 32,2 Prozent) und China
(plus 52,5 Prozent) mehr als ausgeglichen worden, teilte das DWI
weiter mit. Russland liegt in der Rangfolge der Exportländer hinter
den Niederlanden auf Rang vier, Belgien auf Rang zehn und China auf
Rang zwölf.
Über eine längere Zeitreihe seit dem Jahr 2000 betrachtet, wird
tendenziell weniger Wein aus Deutschland ausgeführt, für den jedoch
pro Hektoliter mehr erzielt wird. Dies ist laut DWI erklärtes Ziel
der Branche: Beim Export werde mehr auf Qualität gesetzt als auf
große Mengen, die in Deutschland wegen der vergleichsweise kleinen
Anbaufläche nicht geerntet werden könnten.
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