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Infowein.de - Gewinnspiel im Dezember 2008 5x Die neue Hallwag Weinschule

Ein tolltes Weinbuch: Locker geschrieben, übersichtlich, auf den Punkt: Trockenübungen bringen wenig. Das gilt fürs Schwimmen ebenso wie fürs Tauchen oder Segeln. Und beim Weintrinken...[ mehr ]

Infowein.de - Weinnews WEINNEWS

Hoyerswerda/Senftenberg (dpa) - 05.01.2009
«Chill & Grill»: In runden Booten durch das Lausitzer Seenland...mehr ]

Bremen (dpa) - 02.01.2009
Harte Schale, weicher Kern: Miesmuscheln sind schnell zubereitet...mehr ]

Rostock (dpa) - 31.12.2008
Silvester im Strandkorb - Trend zur Open-Air-Party an der Ostsee...mehr ]

Rom (dpa) - 30.12.2008
«Krieg des Prosecco»: Italienische Anbauer fordern Gütesiegel...mehr ]

Esslingen (dpa/lsw) - 30.12.2008
Sekt zu Silvester - bei ältester Kellerei herrscht Hochbetrieb...mehr ]

Bonn/Berlin (dpa) - 30.12.2008
Nicht nur zu Silvester: Deutsche greifen gern zu Alkohol =...mehr ]

Mainz (dpa) - 30.12.2008
Oechsle-Grade...mehr ]

Nürnberg (dpa) - 29.12.2008
Prickelndes Geschäft: Sektmarkt in Deutschland wächst...mehr ]

Reims (dpa) - 29.12.2008
Gerüttelt und gedreht - Champagner bleibt Ritualtrank für Feiertage...mehr ]

Deidesheim (dpa) - 23.12.2008
Naschwerk mit Tradition - Deutschlands letzter Kandierbetrieb...mehr ]

Infowein.de - Fachbegriffe zum Thema Wein FACHBEGRIFFE

PERLAGE
Im Glas entweichende Kohlensäure bei Schaumweinen. [ mehr ]

HYBRIDREBE
Neuentwickelte Rebe [ mehr ]

ZAPFEN
(schweiz.) Gebräuchlicher Ausdruck für den Korken. [ mehr ]

KORKFEHLER
Beeinträchtigung des Weines durch schlechte, defekte Korken. [ mehr ]

REBLAUS
Befällt Wurzeln und schädigt sie, so dass die Rebe eingeht. Sie wurde 1860 aus Amerika nach Europa eingeschleppt und hatte verheerende Auswirkungen auf den europäischen Weinbau. Erst das Propfen europäischer Reben auf reblausresistente... [ mehr ]

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Charleston (dpa) - 09. September 2008

Wo rosa Schweinchen vom Himmel fallen: «Bridge Day» in West Virginia

Einmal im Jahr ist ganz West Virginia im Ausnahmezustand. Der vom Appalachen-Gebirge geprägte US-Bundesstaat ist zwar nicht gerade für ein ausschweifendes Partyleben oder für eine Ansammlung berühmter Museen bekannt - West Virginia ist eher eine herbe Schönheit voll unberührter Natur mit Wäldern, Flüssen, Golfplätzen im Sommer und Skihügeln im Winter. Am dritten Samstag im Oktober allerdings steppt in West Virginia der Bär - denn an jenem Samstag feiert der flächenmäßig kleine Bundesstaat ganz groß den «Bridge Day». /(

)/ In diesem Jahr wird es am 18. Oktober wieder dazu kommen, dass sich Hunderte «Basejumper» an der Brücke über der Schlucht des New River versammeln, um sich mit ihren Fallschirmen fast 300 Meter in die Tiefe zu stürzen. Einige Sekunden im freien Fall - dann ziehen sie die Reißleine und schweben einem roten Punkt am Ufer des Flusses entgegen. Dort angekommen, raffen die meisten Sportler alles zusammen und eilen wieder auf die Brücke - denn ihr Ziel ist es, in den sechs Stunden zwischen 9.00 und 15.00 Uhr so oft wie möglich zu springen. /(

)/ Miles Daisher ist einer der Springer und dazu sogar aus dem fernen Bundesstaat Idaho angereist. Er beschreibt die Faszination in einfachen Worten: «Ich will sehen, was geht - wo meine Grenzen sind». Kristen Kelsy, eine der wenigen Frauen, die mitmachen, sagt: «Dazu wird man einfach geboren». Heather Loughlin, die aus Vermont in Neuengland hierhergekommen ist, sieht das ähnlich: «Es ging hoch und runter, ich habe die Wolken geküsst. Es war traumhaft, perfekt.» /(

)/ Den Landekreis am Ufer haben alle fest im Blick, die sich von der Plattform auf dem Brückengeländer fallenlassen - doch einigen macht der Wind einen Strich durch die Rechnung: Sie landen im Wasser. Das gefällt niemandem, denn im Fluss verknoten alle Leinen am Fallschirm. Es dauert dann wesentlich länger, ihn wieder zusammenzulegen und zum nächsten Sprung anzusetzen. /(

)/ Doch nicht alle «Basejumper» sind darauf aus, 5, 10 oder 20 Mal zu springen. Larry Lemaster aus dem Nachbarstaat Ohio hat ein anderes Ziel: «Ich liebe es, zum "Bridge Day" hierherzukommen. Wir verkleiden uns und wir haben einfach nur Spaß.» Lemasters Aufzug ist vielleicht nicht der windschnittigste, aber er fällt auf: Der nicht mehr ganz junge Mann fällt als rosa Schweinchen verkleidet von der Brücke. /(

)/ Die Springer lassen sich in die Tiefe fallen, machen Kunststücke in der Luft - und manche geben sich sogar auf der schmalen Plattform in fast 300 Metern Höhe das Jawort, um sich gleich danach gemeinsam in die Tiefe zu stürzen. Im Jahr 2007 traten insgesamt 377 Männer und Frauen auf der Brücke an, 876 Sprünge zählten die Veranstalter dabei. Beobachtet wurden die Mutigen von mehr als 150 000 Besuchern, die jeden Springer mit dem Satz «Three, two, one, see ya!» anfeuerten. /(

)/ Damit gilt der «Bridge Day» als eine der größten Veranstaltungen für Extremsportler weltweit. Und idyllisch ist das Ganze noch dazu: «Im Oktober ist der Staat besonders schön. Die Blätter färben sich, aber das Wetter ist noch schön warm», sagt Gayle Manchin, die Frau von West Virginias Gouverneur Joe Manchin. Was in Neuengland «Indian Summer» heißt, wird hier «Fall Foliage» genannt - und das Naturschauspiel ist in dem Bergstaat, der zu 75 Prozent bewaldet ist, ebenso eindrucksvoll. In Gelb, Orange und Rot leuchten die Bäume von Ende September bis Ende Oktober, meist noch im warmen Sonnenlicht. /(

)/ «Der Wald und die Berge sind wohl auch das, von dem die Menschen gehört haben, die noch nie in West Virginia waren», sagt die First Lady. Dafür habe allein schon der Liedermacher John Denver in den 70er Jahren mit seinem Song «Take me home, Country Roads» gesorgt, in dem er von den einsamen Straßen singt, den Blue Ridge Mountains und dem Shenandoah-Fluss, der sich durch den Staat schlängelt. «Und das alles, ohne dass er vorher mal hier war.» /(

)/ West Virginia ist ein Staat für Leute, die viel vorhaben - die wandern wollen, klettern, golfen oder fischen. Oder eben die zum Fallschirmspringen anreisen - auch wenn das von der Brücke über die Schlucht am New River nur an einem Tag im Jahr legal ist. In der restlichen Zeit ist es eher der Fluss, über dem sich die imposante Brücke erstreckt, der Abenteurer anzieht. Auf einer der schönsten Strecken über den New River müssen Rafter auf ihrer 23 Kilometer langen Tour ein Gefälle von fast 100 Metern überwinden - und sie rauschen dabei auch durch eine 300 Meter tiefe Sandstein-Schlucht, die die Einheimischen den «Grand Canyon der Ostküste» nennen. /(

)/ Dieser New River ist ohnehin ein besonderer Fluss: «Obwohl sein Name das nicht vermuten lässt, gilt er bei den meisten Geologen als einer der ältesten Flüsse der Welt», sagt John, der auf dem Fluss Rafting-Touren leitet. Die Altersangabe schwankt zwischen 10 und 360 Millionen Jahren, «das ist bei Flüssen schwierig festzustellen.» Das rund 515 Kilometer lange Gewässer durchquert North Carolina, Virginia und West Virginia und bietet eine Besonderheit: «Der New River fließt von Süden nach Norden - und damit quasi gegen den Strom.» Denn fast alle anderen Flüsse des Landes fließen in die andere Richtung. /(

)/ Auch an Geschichte gibt es einiges zu entdecken: «West Virginia ist der einzige Staat, der während des amerikanischen Bürgerkriegs gegründet wurde», sagt Gayle Manchin. Denn bis 1862 war West Virginia ein Teil des im Osten angrenzenden Gründerstaates Virginia. Doch die Bevölkerung im westlichen Teil des Staates fühlte sich benachteiligt. Das Streben nach einer eigenen Verwaltung wuchs - nicht zuletzt, weil die westlichen Virginians seit Beginn des Bürgerkriegs gegen die Abtrennung der Konföderierten Staaten von der Union kämpften. /(

)/ West Virginia wurde schließlich ein eigener Staat - und schlägt sich noch heute mit den Geistern des alten Südens herum. Es spukt hier, vor allem im kleinen Örtchen Lewisburg. Mehrere Privathäuser und Hotels haben dort ihre «Hausgeister» - ein kleines Mädchen im weißen Nachthemd etwa, das verschiedene Gäste im «General Lewis Inn» schon weinend auf ihrer Bettkante gefunden haben wollen. In einem anderen Haus schluchzt dagegen nachts der Geist eines jungen Südstaatenmädchens, das sich einst umgebracht hat, weil Familie und Politik ihre Liebe zu einem Yankee aus dem Norden nicht zuließen. /(

)/ Schaurig, schön und geheimnisvoll sind auch die unterirdischen Schätze des Staates: Mehr als 1500 Höhlen gibt es entlang seiner Ostgrenze. Einige sind von Menschenhand gemacht, andere so, wie sie die Natur geformt hat. Die «Lost World Caverns» etwa zeigen bei konstanten zehn Grad Lufttemperatur 40 Meter unter der Erde den «Snowy Chandelier»: einen schneeweißen, 30 Tonnen schweren Stalaktiten, der über die Jahrhunderte die Form eines Kronleuchters angenommen hat. Der fast zehn Meter hohe «War Club», ein Stalagmit, kam zu Berühmtheit, als ein Mann namens Bob Addis fast 16 Tage lang auf ihm saß. Weder er noch die Steinformation kamen zu Schaden, und Addis findet sich seitdem im «Guinness-Buch der Rekorde» wieder. /(

)/ Die vielen Höhlen sind wohlbekannt im Staat - ein echtes Geheimnis allerdings lüftete ein US-Journalist vor knapp zwei Jahrzehnten: Zwischen den Country Roads, Wäldern und Flüssen hatte der US-Kongress während des Kalten Kriegs einen Bunker bauen lassen. Er liegt auf dem Gelände des «Greenbrier Resort» in dem Örtchen White Sulphur Springs. /(

)/ Kein Anwohner hatte eine Ahnung von dem, was da unter der Erde entstand. Im Falle eines Nuklearangriffes, so die Planung, sollten alle Abgeordneten mit ihren Familien dorthin gebracht worden, um die Regierungsgeschäfte aufrecht zu erhalten. In dem luxuriösen Hotel über der Erde ging währenddessen so mancher Präsident und Staatsgast ein und aus. Die Präsidenten kommen noch immer - aber das Projekt «Bunker» gehört der Vergangenheit an. Seit 1996 können sich Touristen ansehen, wie die Politiker im Ernstfall unter Tage gearbeitet hätten. /(

)/ INFO-KASTEN: West Virginia /(

)/ REISEZIEL: Der Bundesstaat West Virginia liegt in der Region des Appalachen-Gebirges im Osten der USA. Er grenzt an die Staaten Ohio, Pennsylvania, Maryland, Virginia und Kentucky. /(

)/ ANREISE UND FORMALITÄTEN: Mehrere Fluggesellschaften fliegen West Virginias Hauptstadt Charleston an. Von Deutschland aus ist dabei ein Umsteigestopp an der Ostküste erforderlich, etwa in Washington, Atlanta oder Philadelphia. Sechs Interstate-Highways durchkreuzen den Staat. Keine Visumspflicht besteht für Deutsche, solange sie maximal 90 Tage im Land bleiben. Benötigt wird ein maschinenlesbarer Reisepass. Pässe, die nach dem 26. Oktober 2005 ausgestellt wurden, müssen über biometrische Daten verfügen. Im Januar 2009 wird eine Online-Reiseanmeldung unter Link: https://esta.cbp.dhs.gov verpflichtend. /(

)/ KLIMA UND REISEZEIT: Die Jahreszeiten sind sehr ausgeprägt - im Sommer herrscht Hitze, im Winter liegt hoch Schnee. Von März bis Juni führen die Flüsse viel Wasser, Sommer und Herbst sind dann trocken. /(

)/ SPRACHE: Englisch. /(

)/ UNTERKUNFT: In West Virginia gibt es von einfachen Hotels und Motels über idyllische Frühstückspensionen und Cottages bis hin zu luxuriösen Golf-Resorts alle Arten von Unterkünften. /(

)/ WÄHRUNG: Für einen Euro gibt es 1,46 Dollar (September 2008). /(

)/ INFORMATIONEN: West Virginia Office of Tourism, c/o Kaus Media, Luisenstraße 4, 30159 Hannover (Tel.: 0511/899 89 00); Internet: Link: www.westvirginia.de, Link: www.wvtourism.com, Link: www.wvbridgeday.com.

 

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