Eltville (dpa) - 29. September 2008
Mehr Weine mit Qualitätssiegel «Erste Lage» - Pfälzer vorne
Die Winzer im Verband Deutscher
Prädikatsweingüter (VDP) haben nach Verbandsangaben mit ihrem
Jahrgang 2007 einen neuen Höhepunkt der Qualität erreicht. Insgesamt
392 Weine (2006: 276) aus 143 Gütern erhielten das zum siebten Mal
vom VDP verliehene Gütesiegel «Erste Lage». Mit 85 Weinen belegen die
Weingüter aus der Pfalz den ersten Platz, gefolgt vom Rheingau (57
Weine) und Franken (48 Weine). Deutschlands nördlichstes
Weinanbaugebiet, Saale-Unstrut/Sachsen, ist mit sechs Weinen
vertreten. Die am häufigsten ausgezeichneten Rebensorten sind der
Riesling (284 Weine) und der Spätburgunder (55 Weine).
«Mit diesen Flaggschiffweinen haben wir ein Zeichen für eine neue
Ära der Weinkultur gesetzt, deutsche Spitzenweine zählen wieder zum
Reigen der besten Weine der Welt», sagte VDP-Präsident Steffen
Christmann am Sonntag bei der Präsentation der Ersten Lagen in
Kloster Eberbach im Rheingau. Die enorme Nachfrage belege den Erfolg
dieser Weine, die das Spitzensegment in der Klassifikationspyramide
der Prädikatsweingüter in Deutschland darstellen.
Vom Jahrgang 2007 wurden 1,1 Millionen Flaschen Erste Lage-Weine
erzeugt (2006: 750 000 Flaschen); diese stellen etwa drei Prozent der
VDP-Gesamterzeugung dar und haben ein Umsatzpotenzial von neun
Prozent. Der Durchschnittspreis für einen Wein dieser Klassifikation
liegt bei etwa 23 Euro. Erste Lage-Weine werden nach strengsten
Kriterien erzeugt. So müssen etwa die Terroirs einzigartig und
parzellengenau abgegrenzt sein, die Trauben dürfen nur selektiv und
von Hand gelesen werden, der Ertrag darf nur minimal sein. Die Weine
dürfen frühestens ein Jahr nach der Ernte angeboten werden.
Auch der Jahrgang 2008 wird nach Ansicht des Verbandes wieder ein
ähnlich guter Jahrgang werden. «Wir blicken auf einen hervorragenden
Sommer zurück; sollte der Herbst trocken und moderat warm bleiben,
sehen die Vorzeichen für den Jahrgang 2008 sehr gut aus», sagte
Christmann.
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