Hamburg (dpa) - 28. November 2008
Käsefondue ist der kulinarische Klassiker der Schweiz
Gebraucht werden etwas Brot, etwas Käse - und
viel Zeit. Fondue ist das Gegenteil von Fast Food und der
kulinarische Klassiker der Schweiz. Heiß gehalten wird der flüssige
Käse dabei über dem «Rechaud» in einem «Caquelon» genannten Topf aus
Keramik. Grundbestandteile des Fondues sind Käse wie Appenzeller,
Emmentaler oder Greyerzer sowie ein spritziger Weißwein. «In den
geschmolzenen Käse wird eine lange Gabel mit Brotstücken oder
Kartoffeln gehalten», erklärt Markus Gilgen von Schweiz Tourismus in
Hamburg. Nach dem Eindippen ist der Happen dann sofort verzehrfertig.
Fondue gibt es seit Jahrhunderten, vermutlich war es anfangs eine
Fastenspeise der Mönche. Aber erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts
wurde es in der gesamten Schweiz populär, nachdem das Rezept Eingang
in die Armeekochbücher fand. Meist wird es heute zum Abendbrot
gegessen, in der französischen Schweiz auch zum Frühstück.
Fonduemischungen lassen sich - frisch oder abgepackt - kaufen.
Abgeschmeckt wird das Fondue mit einem Schuss Kirschwasser, etwas
Knoblauch und Pfeffer. Wer sein Brotstück in den geschmolzenen Käse
fallen lässt, muss eine Runde schmeißen. In jedem Fall aber heißt es
dann: «E Guete!»
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