Düsseldorf (dpa) - 04. Dezember 2008
In fast jedem fünften Weißwein Schimmelpilzgift entdeckt
In beinahe jeder fünften Probe Weißwein haben
Lebensmittelprüfer Spuren des Schimmelpilzgiftes Ochratoxin A
gefunden. Der Grenzwert sei aber in keinem einzigen Fall erreicht
oder überschritten worden, teilte das Amt für Verbraucherschutz in
Düsseldorf mit. Die Prüfer hatten 53 verschiedene Weißweine - davon
46 aus der EU - untersucht und in zehn davon geringe Spuren des
gefährlichen Giftes entdeckt. Im Vergleich zu früheren Untersuchungen
sei die Belastung mit dem Gift insgesamt zurückgegangen.
Ochratoxin A vergiftet die Nieren, fördert Krebs und unterdrückt
das Immunsystem. Das Gift wird nur sehr langsam im Körper umgewandelt
und ausgeschieden. Das Gift könne auch in Getreide und
Getreideprodukten, Bier, Kaffee und Traubensaft vorkommen.
Schimmelpilzbefall wird durch ungünstige Temperatur- und
Feuchtigkeitsbedingungen bei der Ernte, dem Transport, der Lagerung
und anschließenden Verarbeitung begünstigt. Die Europäische Union
hatte 2005 die Höchstmenge für Ochratoxin A auf zwei Mikrogramm pro
Liter Weißwein festgesetzt.
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