Düsseldorf (dpa) - 12. Juni 2009
Saftig und schön süß: Flacher Weinbergpfirsich auf Siegeszug
Er sieht ein bisschen so aus, als wäre er
unter eine Walze gekommen: Ganz schön platt ist der sogenannte
Weinbergpfirsich, der in Deutschland bisher nur in exklusiven
Feinkostläden zu finden war. Was derzeit aber en masse auf vielen
Wochenmärkten unter dem Namen Weinbergpfirsich seinen triumphalen
Einzug hält und auch schon in Supermärkten hin und wieder zu sehen
ist, ist keineswegs das Original.
Bei den flachen Pfirsichen handelt es sich um moderne
weiterentwickelte Züchtungen für den kommerziellen Anbau vor allem
aus Spanien, aber auch aus Frankreich, erläutert Gabriele Bastian,
Chefredakteurin der Branchenzeitung «Fruchthandel Magazin» in
Düsseldorf. Hauptsaison ist zwischen Mitte Juni und Ende August. Der
echte Weinbergpfirsich sei dagegen etwas dunkler und runder und das
Fruchtfleisch wesentlich aromatischer, so Bastian.
Fangemeinden im Internet schwören auf seinen unvergleichlich
authentischen, süß-saftigen Geschmack. Und vor allem bei Menschen aus
südlichen Ländern ist die süße Frucht besonders beliebt. Seinen Namen
verdankt der Weinbergpfirsich seinem Anbaugebiet: Winzer in
Frankreich, Spanien und auch in Deutschland setzten ihn vor allem in
früheren Jahrhunderten als Schattenbäume zwischen ihre Reben.
Verbraucher können sich hierzulande in diesem Jahr auf ein
reichlicheres Angebot des flachen Pfirsichs freuen. Die Fruchtbranche
rechnet laut Bastian damit, dass das Trendprodukt 2008 in größerem
Umfang angeboten werden kann, da auch immer mehr Bäume in Spanien in
die Produktion gehen.
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