Freudenberg (dpa), - 21. Juni 2009
Beim Weinkauf eigenem Gaumen trauen - Nicht auf Gütesiegel verlassen
Verbraucher sollten sich beim Weinkauf
nicht auf Gütesiegel und Prämierungen verlassen. Auszeichnungen gebe
es wie Sand am Meer, sie könnten für Verbraucher eher verwirrend
sein, sagte Heike Broek von der Sommelier Union Deutschland in
Freudenberg dem dpa-Themendienst. Um die Verlässlichkeit einer
Auszeichnung zu beurteilen, müssten Verbraucher wissen, wer nach
welchen Kriterien prämiert. Oft säßen in den Jurys bezahlte
Journalisten oder eigene Kellermeister der Hersteller. Eine Studie in
den USA hatte kürzlich ergeben, dass selbst Experten in ihrem Urteil
je nach Stimmung stark schwanken.
Weinkäufer sollten stattdessen eher dem eigenen Geschmack trauen
und diesen schulen. Schließlich brauche man Erfahrung, um
hervorragende Weine schätzen zu können, sagt Broek: «Ich habe selbst
schon hoch gepriesene Weine getrunken, für die ich keine fünf Euro
ausgegeben hätte.» Das entscheidende Argument sei aber für viele
Verbraucher der Preis. Über die Schwelle von sieben bis acht Euro
gingen nur wenige hinaus.
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