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Infowein.de - Gewinnspiel im September 2010 30 Minuten Rezepte

Schnell kochen – und richtig gut essen. Haben Sie genug von Tiefkühl-Pizza, Dosensuppen und Fertiggerichten? Aber auch keine Lust oder keine Zeit, stundenlang in der Küche zu stehen,...[ mehr ]

Infowein.de - Weinnews WEINNEWS

Bremen - 09.09.2010
Miesmuschelsaison 2010 startet: Ab September ist Schalentieresaison...mehr ]

Aachen - 08.09.2010
Dicke Gläser bringen es nicht - Fehler rund um den Wein...mehr ]

Castelrotto - 07.09.2010
Zu Besuch in der Villa Orizzonte - 100 Jahre Merlot im Tessin...mehr ]

München - 06.09.2010
Große Dichter, große Weine...mehr ]

Porto - 03.09.2010
Kühle Keller und schräge Gärten: Portugals Norden wird unterschätzt...mehr ]

Berlin - 02.09.2010
Duden Wörterbuch Wein: Von Abgang bis Zweitwein...mehr ]

Hamburg - 01.09.2010
Schoko-Aromen und ein Hauch von Vanille: Malt Whisky für Genießer...mehr ]

Berlin - 31.08.2010
Weltklasse Kunst trifft Weltklasse Wein: Sinnlicher Dialog am 5. September in Berlin...mehr ]

Hamburg - 30.08.2010
Weinaroma soll sich entfalten: Glas nicht bis zum Rand vollgießen...mehr ]

Verscio/Edenkoben - 27.08.2010
Igelige Delikatesse: Edle Kastanien im Herbstmenü...mehr ]

Infowein.de - Fachbegriffe zum Thema Wein FACHBEGRIFFE

PERLWEIN
Wein, welcher bei 20°C einen Kohlensäuredruck von 1,0 bis 2,5 bar aufweist und erkennbar perlt. Der Druck kann durch Gärung entstehen, bzw. durch Zugabe von Kohlensäure. [ mehr ]

ELABORADO Y ANEJADO POR
(span.) Erzeugt und ausgebaut durch. [ mehr ]

MERCAPTAN
Fehlaroma durch Schwefelwasserstoffverbindung. Auch als Mercaptanböckser bekannt. [ mehr ]

KLON
Reben, die durch vegetative Vermehrung entstanden sind. [ mehr ]

PREMIER TRIE
(franz.) Erster Lesedurchgang durch einen Weinberg. [ mehr ]

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Infowein.de - NEWS & TRENDS AUS DER WEINWELT NEWS & TRENDS AUS DER WEINWELT

Barcelona (dpa) - 05. Oktober 2009

Genießen auf Katalanisch: Kulinarische Streifzüge durch Barcelona

Zum Frühstück ein Glas Wein - warum eigentlich nicht? Schließlich haben fast alle Katalanen in Barcelona einen vino tinto oder blanco im Glas. Der Tag startet also mit einem Tropfen aus der nahen Penedès-Region, frisch gepresstem Orangensaft, Schinken-Toast und Café con leche. In Barcelona wird auch sonst ein gewisser Stil gepflegt. Draußen, vor dem Fenster der Bar im Nobel-Viertel Eixample, schlendern geschniegelte Geschäftsleute vorbei, ältere Damen im perfekt sitzenden Kostüm führen frisierte Hündchen spazieren.

Barcelona ist derzeit angesagt wie kaum ein anderer Ort in Europa. Kreative und Lebenskünstler aus aller Welt machen die Stadt zu ihrem Wohnsitz. Mehr als sieben Millionen Touristen werden in diesem Jahr die Bauwerke der Metropole bestaunen, auf Shopping-Tour gehen und das spezielle Lebensgefühl der quirligen Boom-Town atmen. Zu diesem Lebensgefühl zählt für Einheimische wie Besucher vor allem eines: gutes Essen. In Gourmettempeln mit abgedrehter Molekularküche, in rustikalen Restaurants, szenigen Tapas-Bars, Markthallen oder Feinkostläden.

Gestärkt stürzt sich der Besucher ins Getümmel der Stadt des Modernisme-Architekten Antoni Gaudí. An den Jugendstil-Fassaden des Stadtteils Eixample vorbei geht es Richtung Meer. Je näher das Wasser, desto kräftiger beginnt der kulinarische Puls der Stadt zu schlagen. An der Rambla del Mar, der Touristen- und Flaniermeile, wartet als erster Höhepunkt der Boqueria-Markt. In der schummrigen Halle sind Papayas, Pampelmusen und Dutzende andere Obstsorten fein säuberlich aufgestapelt. An den Fleischtheken warten neben Steaks und Schinken, Salamis und Koteletts exotische Zutaten wie Stierhoden, Lammnieren oder Widderköpfe auf Käufer. Dazu Hummer, Haie, halbe Tunfische liegen da auf Eis, Berge von Garnelen oder Venusmuscheln, Rochen, Stockfisch, ganze Kraken - Meeretiere stehen in der Hafenstadt ganz oben auf dem Speiseplan. An jedem Stand herrscht Gedränge, Touristen staunen und knipsen, Köche und Hausfrauen laden ihre Einkaufskörbe voll.

Der Markt an den Ramblas ist der größte der Stadt, doch jedes Viertel hat seinen eigenen Hallen-Mercado. Weniger wuselig, dafür schicker und von der Auswahl her noch raffinierter ist beispielsweise der Mercat Municipal de Santa Caterina in der Altstadt. Der Neubau mit seinen geschwungenen Dächern ist auch für Architekturbegeisterte ein Leckerbissen. Wer in Barcelona selbst hinter dem Herd stehen will, kann einen Kochkurs buchen und lernt ein paar Geheimnisse der spanischen und katalanischen Küche. Meist starten die Kurse mit einem ausgedehnten Einkaufsbummel durch eine der Markthallen.

Einen Mittagstisch gibt es bei Pedro in einer einfachen und typischen Speisebar nahe dem Santa-Caterina-Markt. Der Laden könnte - wie so viele - durchaus mehr für die Gemütlichkeit tun: Neonlicht, wackelige Alu-Stühle, am Eingang dudelt ein Spielautomat. Trotzdem kein Grund, den Ort zu meiden, denn das Publikum liefert einen Hinweis auf die Qualität der Küche: Jeder Tisch ist voll. Studenten sitzen neben Arbeitern im Blaumann, am Nebentisch Büromenschen im weißen Hemd. Pedro hat donnerstags immer Paella im Angebot, gut und günstig, und das weiß man im Viertel. Dazu wieder ein Glas Weißwein, hinterher das Karamell-Dessert Crema Catalana, dann ein doppelter Espresso. Da stört auch die Fußball-Wiederholung in der Flimmerkiste an der Wand nicht das Wohlbehagen. Seit der Sommerolympiade im Jahr 1992 erlebt Barcelona einen fast ungebremsten Wirtschaftsboom. Alte Viertel wurden restauriert, Großprojekte wie die neue Hafenmarina im Port Vell oder der futuristische Wasserturm Torre Agbar hingeklotzt. Gerade wird das alte Arbeiter-Viertel Poble Nou mit Milliardenaufwand zum Medienstandort umgebaut. Mit dem Wohlstand hat sich auch die Ausgehkultur rasant entwickelt: Nicht nur in den Altstadtvierteln haben reihenweise neue Bars und Restaurants eröffnet, stellenweise Tür an Tür. Auch unter der Woche ist dort oft jeder Tisch besetzt. Die Katalanen essen spät. Erst ab 21.00 Uhr wird es schlagartig voll. Also: Reservieren oder früher kommen.

Tagsüber ist von der kulinarischen Vielfalt wenig zu erahnen. Erst, wenn am Abend die eisernen, mit Graffitis beschmierten Rollläden hochgehen, zeigen sich die Tapasbars, Weinstuben oder Fischrestaurants und verführen zum Blick auf die Speisekarte. Nur sonntags bleiben die meisten Rollläden geschlossen. Das ist der Familientag, an dem die meisten der 1,6 Millionen Barcelonesen daheim mit Eltern, Onkels und Tanten tafeln.

Nach dem Espresso bei Pedro ist Siesta-Zeit. Die autofreien Gassen der Altstadt sind wie leergefegt. Jetzt bietet sich ein Nickerchen im Hotel oder Spaziergang zum Hafen und zum Strand an. Erst gegen 17.00 Uhr gehen in den Gassen der Altstadt, im Gotischen Viertel oder im schicken Szene-Stadtteil el Born - das vor einigen Jahren noch als verlotterte Junkie-Gegend galt - an Weinläden, Eisdielen, Konditoreien und Souvenirläden die Rollläden wieder hoch.

Für einen süßen Gaumenkitzel am späten Nachmittag bietet sich hier ein Besuch im Schokoladenmuseum oder in der Nobel-Xocolateria Bubó an. Doch der Born ist auch ein Shopping- und Künstlerviertel: In Dutzenden Modeboutiquen hängen die hippen und teuren Klamotten von Barcelonas junger Designer-Elite, in Goldschmieden und Schmuckboutiquen liegen individuelle Accessoires im Schaufenster. Und dazwischen: Restaurants, Restaurants und Restaurants.

Allmählich knurrt wieder der Magen. Fisch? Gourmet-Küche? Tapas? Wonach steht der Appetit? Die Auswahl fällt schwer. Urig und eine Institution ist die Bar la Plata (Carrer de Mercè). Dort stehen Senioren jenseits der 70 mit einem Rosé in der Hand, unterhalten sich angeregt und knabbern dabei frittierte kleine Fische. Die sind die Spezialität des Ladens, der sonst nur Tomatensalat und Wurstbrötchen im Angebot hat. Hier bleibt es für heute bei einem Schoppen Rosé und einem Plausch mit den betagten Stammgästen. Fisch? Vielleicht ein andermal.

Verlockend wäre auch der Besuch in einer der baskischen Bars, in denen mit tausend Dingen belegte Schnittchen das Besondere sind. Ein Besuch beim Koch-Weltstar und Erfinder der experimentellen «Molekularküche», Ferran Adrià, wäre auch möglich - ist aber nichts für den spontanen Genuss.

Zwar stammt Adrià aus Barcelona, hat hier gelernt und tüftelt in seinem Hexenlabor im Herzen der Altstadt avantgardistische 30-Gänge-Menüs aus. Doch sein Restaurant «El Bulli» liegt erstens zwei Autostunden nördlich der Stadt in Roses an der Costa Brava. Zweitens kostet das Essvergnügen beim Drei-Sterne-Koch um die 200 Euro pro Person. Und drittens sollte man mindestens ein Jahr im Voraus reserviert haben. Der Glanz des Starkochs hat aber durchaus auf seine Heimatstadt abgefärbt, und so bietet sich auch ein Besuch bei molekularen Nachahmern oder anderen mit Michelin-Sternen dekorierten Maîtres an.

Aber heute soll es bodenständig bleiben: Es gibt Tapas. In der Bar Palma (Carrer de la Palma de Sant Just) ist noch ein winziger Tisch am Fenster frei. Hier wird der Hauswein direkt aus großen Eichenfässern gezapft, unter der Decke hängen Würste und Schinken, die im Zigarettenqualm noch eine spezielle Tabaknote verpasst bekommen. Dies übrigens ist ein Ärgernis für Nichtraucher in Barcelona: Trotz allgemeinen Rauchverbots in spanischen Restaurants wird die Ausnahme hier fast überall zur Regel. An der Tür klebt einfach eine Sondergenehmigung mit amtlichem Stempel drauf und der Aufschrift «Aquí es permet fumar» - Rauchen erlaubt. So typisch für Barcelona sind Tapas eigentlich gar nicht, sie sind - aus Zentralspanien importiert - erst seit etwa zwei Jahrzehnten in Katalonien populär. Aber jetzt wird aufgetragen: Kartoffeltortilla, Kapern und Kaninchenteile, Stockfisch, Oliven, Blutwurst, Oktopus, Garnelen, Manchegokäse, Schinken. Auf dem Tisch stapeln sich die leeren Tonschälchen, und der Wirt muss noch einmal die Karaffe füllen. So endet der Tag, wie er begonnen hat: Mit einem schönen Schluck Wein.

 

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Barcelona (dpa) - 05. Oktober 2009

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Verscio/Edenkoben - 27. August 2010

Igelige Delikatesse: Edle Kastanien im Herbstmenü

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Düsseldorf - 26. August 2010

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