Gekonnt mit Wein umgehen
Das Dekantieren, das Umfüllen eines Weins aus der Flasche in eine Karaffe, hat zwei Gründe: Alte Weine sollen von ihrem Depot befreit werden. Dabei handelt es sich um den Bodensatz, der sich im Laufe der Jahre gebildet hat. Das Depot beeinträchtigt nicht den Geschmack des Weins, es selbst jedoch schmeckt bitter. Ausnahme: Alte Burgunder. Sie müssen nicht dekantiert werden.
Auch schwere, junge Rotweine werden dekantiert. Durch den Sauerstoffkontakt sollen ihre Tannine reifen. Sie sollten zwei bis vier Stunden vor dem Servieren in eine Karaffe gegossen werden. Die Karaffe für junge Weine sollte eine große Luftoberfläche und einen langen Hals haben. So wird der Wein schon beim Umfüllen verwirbelt. Alte Weine werden direkt vor dem Servieren dekantiert. Man lässt den Wein langsam in die Karaffe gleiten, die gerade so groß sein sollte, dass sie den Inhalt der Weinflasche aufnehmen kann. Ein Trichter mit feinem Sieb fängt das Depot auf. Man kann aber auch eine Kerze unter den Flaschenhals stellen; so ist zu erkennen, wann das Depot aus der Flasche fließt und der Vorgang beendet werden muss. Das Depot bleibt in der Flasche.
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