Zinfandel ist eine exklusive "american grape". Diese Rebsorte zeichnet eine
reife, würzige Beerenfrucht aus: Sein durchdringend kraftvoller Geschmack
ist ein Ergebnis des kalifornischen Klimas zwischen kühlender Pazifikluft
und der heißen, trockenen Luft von der Bergkette entlang der Küste. Es gilt
inzwischen als gesichert, das Zinfandel mit dem süditalienischen "Primitivo"
identisch ist. Ausserdem werden diese Trauben zur Herstellung von großen
Mengen populärer, Roséweine, mit Namen "White Zinfandel" oder "Blush
Zinfandel", benutzt.
Diese
dunkle Traube ergibt einen kräftigen, säurebetonten Wein, der jung
genossen wird. Keine Rebe von Welt, aber weit verbreitet – Hauptgebiete
sind Piemont, Emilia Romagna, Lombardei, Kalifornien und Argentinien.
Weltweit werden die meisten Spitzenweine aus
dieser Rebe erzeugt –Variantenreich von leichten Bistroweinen über
fruchtige "Neue Weltweine" bis zu tanninreichen Spitzentropfen. Verschnittrebsorte
des großen Bordeaux und vieler italienischer, spanischer Spitzenweine;
insbesondere in Kalifornien und Australien werden beachtliche Qualitäten
erzeugt. Tieffarbig und tanninreich – mit einem intensiven Aroma von schwarzen
Johannisbeeren.
„Der
kleine Süße” ergibt anders als der Name suggeriert einen trockenen,
charaktervollen Rotwein. Verbreitet im Piemont. Lange Jahre durch seine frühe
Reife für preiswerte Verschnitte verwendet wird der interessanten Dolcetto-Rebe
jetzt mehr Aufmerksamkeit gezollt.
Die
Rebsorte – wird fast ausschließlich im Beaujolais-Gebiet angebaut. Gamay
ist die Rebe des bekanntesten und beliebtesten Weins Frankreichs, des Beaujolais.
Unkompliziert und fruchtig, leicht und frisch.
Sehr
verbreitet und Spaniens populärste Rebe, verzaubert etliche vino tintos
mit ihrem markanten Bouquet. Robust und hitzeresistent – überall zu
finden, wo es richtig heiß wird: Sizilien, Südspanien, Australien.
Kräftig, würzig, häufig mit Tempranillo oder Syrah verschnitten.
Beliebte
Rebe in Argentinien, ehemals populär in Frankreich: Ergibt dunkle, tanninreiche
Weine mit Charakter und Alterungspotential.
Zweitwichtigste
Rebe Spaniens mit weichem, vollen und beerenfruchtigem Aroma. Häufig im
Verschnitt.
Sehr
populär: Wird in der ganzen Welt erfolgreich angebaut – fruchtig,
mildes Aroma, weniger Johannisbeer-Aroma und Tannine als der „Vetter”
Cabernet Sauvignon. Mit feinen Pflaumen und Rosenaromen. Die besten und teuersten
Weine der Welt verdanken seinem Bouquet ihre entscheidende
Note. Äußerst populär auch in Chile.
Herausragende
und charakterstärkste Rebe Italiens – wird fast ausschließlich
im Piemont angebaut. Gilt bei Fachleuten als beste Rebe der Welt. Kleine, dickschalige,
hocharomatische Rebe mit mächtigem Bouquet nach Rosen und Gewürzen,
Teer und Schokolade. Kurios: Versuche, diese besondere Rebe in anderen Ländern
erfolgreich zu kultivieren, scheiterte bisher.
Bekannteste
Rebsortenart der großen Pinot-Familie. Samtig, weich, vollmundig. In Frankreich,
Italien, Deutschland und Österreich sehr beliebte Rebe für fantastische
Rotweine. In der neuen Welt – speziell in Kalifornien und Chile werden
hervorragende Weine aus dieser Rebe gekeltert.
Züchtung Südafrikas auf Basis der
Pinot Noir + Hermitage = Pinotage. Sie ergibt sehr dunkle Weine, mit erdig-würzigem
Bouquet.
Wichtigste
italienische Rotweinrebsorte, hauptsächlich in der Toskana zu finden. Sie bringt fruchtige,
teilweise säurebetonte und kräftige Weine.
Eine der edelsten Rotweinsorten der Welt, die
ihren Ursprung an der Rhône in Frankreich hat. In Australien ist sie als
Shiraz bekannt. Sie bringt dunkle, tanninstarke Weine mit einem würzigem,
erdigen Aroma.
Bedeutendste spanische Rebsorte, Ribera del Duero und Rioja sind die Weine der Tempranillo. Im Geschmack kräftig und särebetont, die Tannine geben dem Wein ein langes Reifepotential.
Häufigste spanische Weißweinrebe, die
in der Region ´La Mancha´ beheimatet ist. Früher brachte sie
eher schwere alkoholreiche Weine, heute durch neue technische Möglichkeiten
werden eher leichte neutral-fruchtige Tropfen produziert.
In
Spanien und Portugal äußerst populäre Rebe für charaktervolle, aromatische Weine.
Erfolgreiche deutsche Neuzüchtung: Kreuzung aus Silvaner und Riesling.
Rassiges Aroma mit Grapefruit-Akzenten - häufig als Dessertwein ausgebaut.
Auch "weisser Herold" genannt. Kreuzung aus Trollinger und Riesling.
Freinfruchtig mit guter Säure und leichtem Muskatton
Weltweit
angebaute, sehr facettenreiche Rebsorte für säurebetonte
und fruchtige Weine. Kerngebiet um die Loire; populär in Südafrika, dort wird sie auch Steen genannt.
Für
viele die Königin der weißen Reben. Weltweit kultivierte Sorte: fein
fruchtig, hocharomatisch mit viel Frucht und Körper. Vom Urspung im französischen
Burgund bis zur neuen Welt in Australien, Kalifornien und Chile werden hochwertige
Weine aus dieser Spitzenrebe erzeugt. Chardonnay wird auch für die Champagnerherstellung
verwendet.
Einfach
ganz anders: Markante rötliche Rebsorte mit Rosen und Lycheeduft; der
Name ist Programm, der kräftig-würzige und eigenständige, leicht
ölige Geschmack wird im Elsaß und der Pfalz geliebt.
Aromatische
Weinrebe – in Italien und Spanien (noch) populär: Wegen ihrer langen
Reifezeit wird sie mehr und mehr von effektiveren Sorten verdrängt. Für
trockene Weißweine und aromatische Süßweine bekannt.
Populärste
deutsche Rebsorte: Fruchtig, vollmundig mit charakteristischer Muskat-Note.
Müller-Thurgau ist das Ergebnis einer Kreuzung aus Riesling und Silvaner
von Professor Hermann Müller aus dem schweizerischen Thurgau. Wird zunehmend
in Osteuropa populärer.
Sehr
weit verbreitet und variabel: In allen Qualitäten und Formen in
der ganzen Welt verbreitet: Von trockenen Weißweinen im Mittelmeerraum
und der Neuen Welt, über süße Schaumweine in Italien bis zu
Likörweinen in Spanien reicht die Palette. Eins haben alle gemeinsam: einen
ausgeprägten Muskatgeschmack und einen sehr aromatischen Duft.
In
Frankreich und Deutschland (Weißer Burgunder) populäre Rebsorte für
leichte und fruchtige Weine mit rassiger Säre.
Bekannte
Rebe für den italienischen Trendwein. Aromatisch, säurearm mit blumiger
Note. In Deutschland als trockener Grauburgunder und lieblicher Ruländer
bekannt.
Weiße
Rebsorte der Marca Trevigiana. Frisch, leicht und aromatisch; fast ausschließlich
für den äußerst beliebten italienischen Prosecco Frizzante oder Prosecco Spumante verwendet.
Interessanteste
Rebsorte Deutschlands, in Frankreich und Österreich kultiviert und auch
in der Neuen Welt, in Australien verbreitet. Gilt als eine der besten weißen
Sorten, leicht würzig, säurereich und charismatisch.
Eine
der wichtigsten Sorten Frankreichs, aber auch in Italien und Österreich zu Hause. Blumiger
und an Gras und Paprika erinnernder ausgeprägter Duft. Beliebte Rebe in der Neuen Welt, z.B. Australien, Neuseeland und Kalifornien.
Hervorragende
Weißweinrebe aus Frankreich – beliebte Rebsorte in Chile und Australien.
Häufig mit Sauvignon Blanc oder Chardonnay verschnitten. Wird für
trockene Weine mit frischer Zitrusnote und für die großen Süßweine
des Bordeaux-Gebietes verwendet, wo sie von Kennern für Ihr elegantes Honig-Aroma
geschätzt wird.
In
Franken populäre aromatische Weißweinrebe. In Gesamtdeutschland von
der Spitzenposition durch ergiebigere Sorten wie Müller-Thurgau verdrängt,
in Österreich und Osteuropa ebenfalls auf dem Rückzug. Wird vermehrt
für Neuzüchtungen verwendet.
Weltweit
populär, die am stärksten verbreitete Rebsorte Italiens. Sehr beliebt
und ergiebig, säurereich, relativ geschmacksneutral und für süffige
Weine verwendet. Bekanntester Vertreter: Trebbiano d´Abruzzo.
Gute italienische Weißweinrebe;
in Marken stark verbreitet. Die Rebe bringt neutral fruchtige Weißweine.
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UNSER PERSÖNLICHER TIPP
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„Regionale Rebsorten: Klein, aber fein!” Ralf Kowalski
„Nicht nur die grossen Rebsorten probieren... autochone (gebietstypische) Rebsorten werden von diversen Winzern immer mehr gepflegt - Entdeckungsreisen sind lohnenswert.” |
THEMA DES MONATS
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DEKANTIEREN
Gekonnt mit Wein umgehen
Das Dekantieren, das Umfüllen eines Weins aus der Flasche in eine Karaffe, hat zwei Gründe: Alte Weine sollen von ihrem Depot befreit werden. Dabei handelt es sich um den Bodensatz, der sich im Laufe der Jahre gebildet hat. Das Depot beeinträchtigt nicht den Geschmack des Weins, es selbst jedoch schmeckt bitter. Ausnahme: Alte Burgunder. Sie müssen nicht dekantiert werden.
Auch schwere, junge Rotweine werden dekantiert. Durch den Sauerstoffkontakt sollen... [ weiterlesen » ] |
GEWINNSPIEL
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3x Weingewürze Komplettset und 15x je eine Kreation
Die Frage nach dem passenden Wein zur Speise bekommt mit den Weingewürzen eine völlig neue Dimension. Die charakteristischen Aromen der verschiedenen Rebsorten harmonieren mit den abgestimmten...[ mehr ]
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FACHBEGRIFFE
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HYBRIDREBE Neuentwickelte Rebe [ mehr ]
LESE Traubenernte. [ mehr ]
REBLAUS Befällt Wurzeln und schädigt sie, so dass die Rebe eingeht. Sie wurde 1860 aus Amerika nach Europa eingeschleppt und hatte verheerende Auswirkungen auf den europäischen Weinbau. Erst das Propfen europäischer Reben auf reblausresistente... [ mehr ]
VINO NOVELLO Neuer, meist roter Wein, entspricht dem französischen nouveau. Laut Gesetz muss er noch im Jahr der Lese in Flaschen abgefüllt werden. [ mehr ]
VINO SANTO (ital.) "Strohwein": Süsser, alkoholreicher Wein, dessen Trauben nach der Lese mehrere Monate auf Stroh lagern, bevor sie gekeltert werden. [ mehr ]
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WEINWISSEN REBENKUNDE
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Die Weinrebe: Genügsam und anpassungsfähig
Wein braucht ein gemäßigtes Klima, daher lassen sich die Weinanbaugebiete klar zwei Zonen zuordnen: Zwischen dem 35. und 50. Breitengrad (Nordamerika, Europa und Asien) sowie zwischen dem 30. und 40. Breitengrad (Südamerika, Südafrika, Australien). Weinreben sind genügsam und anpassungsfähig; ihre ausgeprägte Wurzelbildung lässt sie Trockenzeiten von drei Monaten und mehr überstehen, während sie sich in nördlichen Anbaugebieten an frostige Wintertemperaturen gewöhnt haben. Sogar auf kargen Böden gedeiht die Rebe.
Auf eines mag sie allerdings nicht verzichten: Auf Licht. Dafür hat sie sich sogar zur Kletterpflanze entwickelt. Über ihr dichtes Blätterkleid nimmt sie Licht auf, das für die Photosynthese unabdingbar ist – quasi die Ernährung der Pflanze mit Energie.
Genauer: Chlorophyll wandelt Kohlendioxid aus der Luft zusammen mit Wasser in Zucker um. Häufig wird Wein in der Nähe von Gewässern angebaut. Der Grund: Wasser reflektiert Licht, verstärkt es also. Rebsorten
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WEINWISSEN
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REBSORTEN
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Einige hundert Rebsorten sind bekannt; eine Rolle im wirtschaftlichen Sinne spielen jedoch nur wenige. Für den Geschmack des Weins ist aber nicht allein die Sorte bestimmend. Boden, Klima und Weinbereitung sind wichtige Faktoren, die verantwortlich für die verschiedenen Variationen sind. |
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DIE BEERE
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Fruchtfleisch, Schale und Kerne machen die Beere aus, die Frucht der Weinrebe. Sie besteht zu 90 Prozent aus Wasser. Bei der Weißweinbereitung wird der Most vergoren. Rotwein wird inklusive Fruchtfleisch vergoren – so erhält er erst seine rote Farbe, denn die Farbstoffe befinden sich zum größten Teil in den Schalen (Maischegärung). Übrigens ist der Saft weißer und roter Trauben weiß.
Die Größe der Beeren unterscheidet sich je nach Sorte. Im Gegensatz zu den Tafeltrauben sind sie eher klein, enthalten also weniger Fruchtfleisch. Das bedeutet zugleich, dass ihre Inhaltsstoffe höher konzentriert sind. Ein weiterer Unterschied zur Tafeltraube ist ihre dicke Schale. Sie enthält Farbpigmente, Gerbstoff, Geschmacksstoffe – die Basis für die Qualität des Weins.
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AUSLESE UND BEERENAUSLESE
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Nur vollreife oder edelfaule Trauben werden ausgewählt, unreife ausgesondert – das Ergebnis: Ein Rotwein oder Weißwein von bemerkenswerter Güte. Ausleseweine weisen einen eher höheren Alkoholgehalt auf. Beerenauslese bezeichnet einen ganz besonderen und teuren Wein.
Für ihn werden edelfaule, zumindest aber überreife Beeren einzeln herausgeschnitten – individuelle Handarbeit für ein auffallend reiches Bouquet: erlesen, süß und ausgesprochen fruchtig eignen sich diese Weine als Aperitif oder Digestif. |
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ROTWEIN - REBEN
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WEIßWEIN - REBEN
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